Gut und Böse im Kindesalter: Eine Ethik (auch) für Kinder

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Gut   und   Böse   im   Kindesalter:   Eine   Ethik   (auch)    für Kinder

Einführung

Wir  hatten als Thema des letzten Kurses das Gespräch mit dem Kind in den   Mittelpunkt unseres Gesprächs gerückt und  dabe­i die verschie­denen Stufen und Aeusserungen beim Erwachen und Sich-Entwickeln  der kindlichen Psyche besprochen. Dabei galt als Ausgangsbasis die Grundhaltung   der  Philosophie dem Kind gegenüber, so wie ich sie ver­stehe: Dass das Kind zwar im Prozess des Werdens, der das Leben ist, noch am Anfang steht und daher auf besondere Weise bedürftig und abhängig  ist, dass es aber – auch (und gerade) in dieser Bedürftigkeit und Abhäng­keit, die zum Wesen der menschlichen Existenz überhaupt ge­hören immer schon von seinen geistigen Möglichkeiten her ein ganzer Mensch ist. Diese  Möglichkeiten sind mit dem Menschsein gegebenund entfalten sich zu  Fähigkeiten im Mass,  in dem sie liebevoll anerkannt werden. Dieße Anerkennung bedeutet zugleich Respekt und Förderung, aufmerksame und wohlwollende Begleitung auf dem Weg zu einer  entfalteten Persönlichkeit, welche das Ziel des Erwachsenwerdens  ist.

Ein Gebiet, bei dem sich diese Entfaltung nachweisen lässt, ist die Entwicklung der kindlichen Sprache, des Versehens- ­und   Sprechenlernens als ein Hineinwachsen des Kindes in einen Bedeutungszusammenhang und Sinnzusammenhang,  der manchmal klarer  und gesicherter erscheint, manchmal dunkler und verworrener, und je nachdem auf spürbare Weise Freude oder Angst und Trotz bewirkt. In diesen Prozess der Sprachentwicklung  wollen wir vor allem zwei andere geistige Kräfte des  Kindes betrachten: seinen Willen und sein Urteilsvermögen. Diese beiden Kräfte machen vor  allem  das  aus, was Gegenstand der Ethik ist.

Was bedeutet Ethik?­ Wir haben auf das griechische “ethos” zurückzugreifen, das sow­ohl etwas Objektives wie etwas Subjektives bedeutet. Als  etwas Objektives  ist darunter eine Gesamtheit von Regeln zu verstehen, die eine Art von Verhaltensraster im Zusammenleben der Menschen bilden. In diesem Sinn spricht man vom Berufsethos, Standesethos etc., eigentlich einem “unechten” Gebrauch des Begriffes, besser man spricht in diesem Sinne von “Moral”. Ethik ist die übergeordnete Manifestation der Moral.  Andererseits  bedeutet “ethos” die  Gesinnung des Einzelnen, das innere Regelmuster, welches dem Verhalten zugrundeliegt­.

So und so  geht es um das Handeln des Menschen, nach Grundsätzen und Richtlinien, um ein Sollen, auf das hin er sich ausrichtet, dass er als Teil der Gemeinschaft und Gesellschaft gelte, als Staatsbürger zum Beispiel, sei es, dass er in seiner Selbständigkeit, in seiner schöpferischen  Eigengesetzlichkeit ernstgenommen werde.

Ethik ist diesem doppelten Begriffsinhalt entsprechend einerseits Wissenschaft vom Zusammenleben der Menschen, weshalb Aristoteles, auf den der Begriff in der griechischen Philosophie überhaupt zurückgeht, ihn zu einem Teil der Politik macht, da er den Menschen nicht anders denn als Teil der polis denken kann; andererseits ist Ethik die systematische Reflexion über die Eigenverantwortlichkeit des Menschen.

In der Neuzeit hat man dieser Unterscheidung entsprechend von Inidividualethik und von Sozialethik gesprochen. Wir wollen die Frage nach dem Ursprung und dem Zusammenhang dieser doppelten Ethik stellen, die im idealen Fall vereinbar ist. Bedeutungsvoll ist die Frage, warum es für jeden Menschen – und schon für das Kind – ein inneres Sollen gibt, ein Richtmass, wonach das Handeln als  recht oder als unrecht empfunden wird. Wieso wir überhaupt “recht” handeln sollen und wollen – und nicht einfach “drauflos” handeln. Das innere Richtmass für das “rechte” Handeln ist das Gewissen. Wir werden zu erfassen versuchen, wie das Gewissen – das je eigene Empfinden für Recht und Unrecht – beim Kind entsteht und sich äussert. Wir werden dabei über das Wesen der menschlichen Freiheit nachdenken, wie sie einerseits als Voraussetzung – d.h. als Vernunft  – und andererseits als Tätigkeit –  nämlich als Wahl – zu verstehen ist. Wie aber die Wahl zustandekommt, wie schon die Fähigkeit zur Wahl – beim Kind – sich heranbildet, auf welche Weise Verstand, Vorstellungskraft, Urteilskraft und vor Allem die tragende Kraft menschlichen Seins und Handelns, die Liebe (oder deren Umkehrung, der Hass) die ausrichtung der Wahl erklären, dies alles hängt aus engste mit dem zusammen, was wir als Gewissen verstehen.

 

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