Café Philosophique

  • Im Vertrauen – Freundin – Freund – Freundschaft – Salongespräche Zentrum für universitäre Weiterbildung, Uni Bern, Sommersemester 2016

    Im Vertrauen Freundin  – Freund  – Freundschaft Salongespräche Zentrum für universitäre Weiterbildung, Uni Bern, Sommersemester 2016   Erster Teil Was heisst Freundschaft?   „Denn das ist Schuld, wenn irgend eines Schuld ist:                                                                                      die Freiheit eines Lieben nicht vermehren                                                                                                                um alle…

  • Grenzen der Sprache – Ein Nachtext

    Grenzen der Sprache – Ein Nachtext   „Ganz am Anfang sind wir, siehst du. Wie vor Allem. Mit tausend und einem Traum hinter uns und ohne Tat.   Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man…

  • Der Himmel – so fern, so nah – Paul Hindemiths Symphonie “Die Harmonie der Welt”

    Der Himmel – so fern, so nah Paul Hindemiths Symphonie “Die Harmonie der Welt”  Salongespräche Herbstsemester 2014, Universität Bern, Zentrum für universitäre Weiterbildung ZUW   Es liegt ein  Brief von Gertrud Hindemith-Rottenberg[1] vom 5. November 1953 an die Deutsche Grammophongesellschaft…

  • Zivilcourage – Salongespräche

        Zivilcourage   Salongespräche des Zentrums für universitäre Weiterbildung ZUW, Universität Bern vom 21. Oktober bis 25. November 2013, Montagabend, 19:00 – 21:00 Uhr sowie vom 22. Oktober bis 26. November 2013, Dienstagabend, 19:00 – 21:00 Uhr   „Wir…

  • Vergeben – Vergebung
    „Die Tür, offen zu offenen Türen, zu offenen Wegen, zum Wald. Der Wald aus atmenden Bäumen, Bäume aus atmendem Grün, Bruderberührung der Luft. Luft geatmet in die offene Tür.“ (Rose Ausländer, aus dem Gedicht „Die Tür“)
    Vergebung im Sinne der „Salongespräche“ beruht auf keinem religiösen Gebot. Der Fokus liegt auf der inneren Freiheit des Menschen. Durch das Vergeben öffnet sich die Verstrickung im Verhältnis zwischen Opfer und Täter/Täterin. Was an Unrecht getan wurde, kann nicht aufgehoben werden, aber von Seiten des Opfers kann durch das Vergeben das angetane Leiden von der Last der Erniedrigung befreit werden. Vergeben ist ein Geben in doppelter Weise: es gilt dem schuldigen Menschen, der das Leiden verursacht hat, und kommt gleichzeitig dem Opfer zu Gute. Es bewirkt eine Öffnung und unterbricht die Fortsetzung von Leiden, indem Hader und Rache aufgehoben werden. Geschehenes wird aufgearbeitet, Schweigen gebrochen , Zusammenhänge werden zu verstehen versucht. Vergeben erlöst vom Opfersein. Dies kann auch die transgenerationelle Schuld- und Leidensgeschichte verändern. Wir sind nicht schuld an den Taten unserer Vorfahren, aber wir tragen eine Mitverantwortung im Umgang mit der Geschichte. Wir können uns öffnen und neu orientieren, indem wir die durch Machtgefüge, Ideologien, Gesetze, soziale Erwartungen usw. geschaffenen Mangelerfahrungen der Kindheits- und Jugendjahre durchschauen, öffnen und einen Heilungsprozess zulassen. DenkerInnen aus verschiedenen Richtungen haben sich mit Schuld und Vergebung befasst. Aristoteles macht die Schuld am Mass der Freiwilligkeit versus Unfreiwilligkeit der Tat fest. Moritz Schlick thematisiert in seiner Ethik der Güte die inneren Motivationen, die zu einem Handeln des Wohlbefindens wie z. B. zum Nicht-Strafen führen. Für Hanna Ahrendt ist Vergebung die vornehmste Umsetzung von Freiheit, ob im Kleinen oder im Grossen, damit das Heilmittel im menschlichen Zusammenleben gegen die Unwiderruflichkeit der Tat.

    Maja Wicki

    Maja Wicki

  • Ist das, was schön ist, auch gut? – Ein Abend mit dem Werk von Berlinde de Bruyckere (geb. 1964)

    Ist das, was schön ist, auch gut? – Ein Abend mit dem Werk von  Berlinde de Bruyckere (geb. 1964)   Mysterium Leib Leib und Leid – Leib und Lust   „… es geht immer um die geistigen Zustände der Menschen,…

  • Ist das, was schön ist, auch gut?
    Erster Abend Salongespräch

    „Ich verzeihe der Schönheit
    wie ich dem Schmerz verzeih.
    Beide gaben mir Anstoss zu kneten den Ton,
    und aus der Fülle bitterer Milch
    hab ich geformt, was ich bin.
    Ihnen mein Dank.

    Über das Denken
    die innere Sammlung,
    die Kraft des Traums, Gebete ohne Glauben,
    und über die Hoffnung selbst
    hab ich versucht und versucht,
    ihnen die Stirn zu bieten.
    Doch hier blieb ich haften,
    entwaffnet.
    Die Schönheit hat mich besiegt,
    und zu bezwingen den Schmerz
    gelang mir nicht.“

    Nazîh Abou Afach

    Nazîh Abou Afach

  • Die 7 Todsünden – Kunstmuseum Bern

      Die 7 Todsünden – Das Betrachten von Bildern Zum Abschluss der Vorlesungen im Wintersemester 2010 ergab sich das Vergnügen, mit einer Kuratorin[1] des Kunstmuseums Bern einen gemeinsamen Abend und eine Auswahl von Bildern zu vereinbaren, die ermöglichten, die Darstellung…

  • Kreative Vernunft – Was ist die Bedeutung?

      Kreative Vernunft – Was ist die Bedeutung? Dîner philosophique –  Bern, 18. Juni 2010   Eine Abendveranstaltung mit Gesprächen rund um einen Tisch, die sich nach einer Pause wieder fortsetzen, lässt den Vergleich mit einem des von Platon geschilderten…

  • Zeitverhältnisse – „Salongespräche am Falkenplatz“

      Zeitverhältnisse – „Salongespräche am Falkenplatz“ Koordinationsstelle für Weiterbildung am Falkenplatz der Universität Ber Mai bis 5. Juni 2000, 17.30h – 19.30h   Transzendierte Zeit.   Zukunft –  Hoffnung und Phantasie, Flüchtigkeit des Lebens, Tod.   Innerhalb der vorgegebenen Zeitordnung…